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      Elevator Pitch im KI-Zeitalter neu gedacht

      Im Lift zählte der erste Eindruck. Heute zählt die erste digitale Einordnung. Drei Sekunden entscheiden, ob Ihr Unternehmen überhaupt in Betracht gezogen wird. Ein Blick in eine Papeterie – und warum der Elevator Pitch neu gedacht werden muss. Was das konkret für Unternehmen und Fachgeschäfte bedeutet, lesen Sie weiter.

      Wenn Beratung noch nach Papier riecht

      Letzten Samstag stand ich wieder einmal in meiner bevorzugten Papeterie. Ich suchte Flipchart-Marker für meinen Marketing-Unterricht – nichts Spektakuläres. Und doch ist genau dieser Ort jedes Mal ein kleines Erlebnis.

      «Die Türglocke klingelt. Dieser feine Geruch von Papier und Karton liegt in der Luft – und für einen kurzen Moment bin ich wieder Schüler, stehe vor einem neuen Heft und spüre diese leise Vorfreude auf einen Neuanfang. Ordnung. Struktur. Regale voller Möglichkeiten. Eine Kundin sucht eine passende Glückwunschkarte. Zwei Teenager diskutieren angeregt über die neuesten Pokémon-Karten. Es wird zugehört. Empfohlen. Erklärt.»

      Ich beobachte. Und denke: So fühlt sich ehrlicher Handel an. Hier wird nicht verkauft. Hier wird beraten. Und genau darin liegt die Stärke vieler Papeterien: Persönlichkeit. Nähe. Vertrauen.

      Wo beginnt die Kaufentscheidung heute wirklich?

      Doch draussen, nur wenige Meter weiter, läuft ein anderes Spiel – und es ist schnell. Jemand sitzt am Küchentisch und googelt nach «Präsentations-Mäppli». Oder eine Studentin sucht schnell eine Lösung für ein Referat am nächsten Morgen. Die Kaufentscheidung beginnt heute nicht mehr im Laden. Sie beginnt im Smartphone. In einem Suchfeld. In einer Trefferliste. Und dort spürt niemand die Atmosphäre einer Papeterie. Dort hört niemand das freundliche „Wie kann ich Ihnen helfen?“. Dort sieht man keine Regale voller Möglichkeiten. Dort sieht man nur Worte. Und diese Worte entscheiden, ob weitergeklickt wird – oder nicht. Darum müssen sie klar sein.

      Sympathisch reicht nicht mehr

      Viele Unternehmen – nicht nur Papeterien – beschreiben sich ähnlich: «Traditionsreiches Fachgeschäft mit persönlicher Beratung.» Das ist sympathisch. Das ist ehrlich. Aber es ist nicht klar positioniert. Es sagt wenig darüber aus,

      • für wen man wirklich relevant ist,
      • worin man sich unterscheidet,
      • welchen konkreten Mehrwert man bietet.

      Zurück in die Papeterie: Man kennt die Kundschaft. Man kennt die Stärken. Man kennt die Lösungen. Aber ist das digital ebenso klar formuliert? Algorithmen verstehen keine Atmosphäre. Sie verstehen Struktur. Begriffe. Relevanz. Wer nicht klar positioniert ist, wird nicht sauber eingeordnet. Und wer nicht eingeordnet wird, wird nicht gefunden. Das ist keine Bedrohung.

      Das ist die neue Spielregel.

      Was bedeutet der Elevator Pitch im KI-Zeitalter konkret?

      Und genau hier kommt der Elevator Pitch ins Spiel. Nicht als Networking-Gag oder als Buzzword. Sondern als Moment der Wahrheit. Früher im Lift: 30 Sekunden. Eine Botschaft. Ein Entscheider. Heute digital. Und schneller, als uns lieb ist. Die entscheidende Frage lautet: «Können wir in einem klaren Satz erklären, wofür wir stehen?» Nicht für Smalltalk. Sondern für Google. Für KI-Systeme. Für Branchenverzeichnisse. Für den ersten digitalen Eindruck.

      Drei Sekunden entscheiden

      Gerade stationäre Unternehmen wie Papeterien, Buchhandlungen, Optiker, Coiffeure oder Blumenläden tragen hohe Fixkosten: Ladenmiete, Sortiment, Fläche, Personal, Lager. Gleichzeitig konkurrieren sie mit digitalen Anbietern, die ohne Verkaufsraum, aber mit enormer Sichtbarkeit auftreten. Die Herausforderung liegt nicht in der Qualität im Laden – die ist oft hervorragend.
      Die Herausforderung liegt davor. Wenn ein Unternehmen online nicht klar erkennbar macht, wofür es steht, wird es gar nicht erst in Betracht gezogen. Denn selbst wenn der Kauf stationär stattfindet, beginnt die Auswahl heute digital. Und dieser erste Entscheidungsimpuls dauert nicht 30 Sekunden. Er dauert drei.

      Warum investieren Unternehmen zu wenig in Klarheit?

      In meinen Mandaten als externer CMO erlebe ich es regelmässig: Man investiert in Produkte. In Mitarbeitende. In Infrastruktur. In Qualität. Man optimiert Prozesse, erweitert Sortimente, modernisiert Ladenflächen. Aber man investiert zu wenig in Klarheit. Ein sauber formulierter Elevator Pitch zwingt zur ehrlichen Auseinandersetzung: «Wer sind wir wirklich? Für wen sind wir die beste Lösung? Und warum genau?»

      Diese Fragen sind unbequem, weil sie Entscheidungen verlangen. Weil sie Prioritäten setzen. Aber genau diese Klarheit entscheidet über Sichtbarkeit. Und Sichtbarkeit entscheidet über Relevanz. Und Relevanz entscheidet letztlich über Zukunft.

      Mein Takeaway

      Papeterien – und viele andere stationäre KMU – müssen nicht digitaler wirken, als sie sind. Sie sollten klarer werden. Klarheit schafft Sichtbarkeit. Sichtbarkeit schafft Frequenz. Frequenz schafft Zukunft. Im KI-Zeitalter gewinnt nicht der Lauteste. Sondern der Klarste. 

      «Wer analog stark ist, aber digital unklar bleibt, verliert nicht im Laden – sondern im Algorithmus.» Felix Murbach

      Klarheit beginnt mit einem Satz

      Wenn Sie Ihre Positionierung schärfen möchten – klar, differenziert und zukunftsfähig – begleite ich Sie gerne. Als externer CMO unterstütze ich Geschäftsleitungen und KMU dabei, ihre strategische Klarheit zu definieren, ihren Elevator Pitch für Google und KI präzise zu formulieren und ihre Marke digital sichtbar zu machen.

      Manchmal beginnt Veränderung mit einem einzigen klaren Satz.

      Für fundierte Marketing-Expertisen und eine persönliche Beratung vereinbaren Sie einfach ein kostenloses Erstgespräch – ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

      Felix Murbach, der Marketing Experte. Für Sie.

      Visualisierung: KI-generiert

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